Shaolin Kempo

Eine kurze Erklärung (www.chuansu.de)

Shaolin Kempo (Chuan Fa) ist eine der ältesten chinesischen waffenlosen Kampfkünste, bei der sämtliche Gliedmaßen zu natürlichen Abwehr- und Angriffswaffen ausgebildet werden. Aber in erster Linie wird Shaolin Kempo zur Verteidigung angewendet. Daher sind die Techniken des Shaolin Kempo reine Selbstverteidigungstechniken. Fäuste, Handkanten, Finger, Ellbogen, Knie, Kopf und Füße werden dabei wirkungsvoll eingesetzt, um zu schlagen, zu stoßen und zu treten. Das japanische Wort "Kempo" geht auf die chinesische Bezeichnung "Quan Fa" oder "Chuan Fa" zurück und wird im Japanischen sowie im Chinesischen mit den gleichen Schriftzeichen geschrieben. Seine eigentliche Bedeutung, im Sinne des Wortes, ist "Lehre der Faust" oder "Weg der Faust". Alle Ausdrücke stehen jedoch für ein und dasselbe System. Dem oberflächlichen Betrachter beziehungsweise dem Anfänger wird fast kein Unterschied zwischen den Techniken des Shaolin Kempo und dem Karate der Japaner auffallen, da letzteres aus chinesischen Kampftechniken hervorgegangen ist. Beim näheren Betrachten aber sieht man deutlich den Unterschied:
...die leichten, schnellen, ja eleganten Bewegungen des Shaolin Kempo im Gegensatz zu den kraftvolleren des Karate.
...den, immer aufs plötzliche Ausweichen bedachten, Verteidigungsstand mit dem zum Schutz eingedrehten Knie.
...die zum größten Teil aus Stößen, nicht aus Schlägen bestehenden Verteidigungen, die die Kraft des Gegners übernehmen und nicht brechen.
Beim Shaolin Kempo ist immer der Gedanke bestimmend, dass das Prinzip der Lebensenergie (Chi) durch die Konzentration geleitet werden kann. Das bedeutet nichts anderes, als dass letztendlich der Geist über den Körper herrscht. Nicht physische Kraft und rohe Gewalt sind das Beherrschende, sondern die geistige Einstellung. Bezeichnend für Shaolin Kempo sind die taoistischen Prinzipien des Yin und Yang, die sich wie ein roter Faden durch das System ziehen. Die festgelegten Formen (Kuen Tao) und Partnerübungen (Dui Da), die ein stetes Auf und Ab der Bewegungen sind, enthalten Kraft, Härte, Schnelligkeit und auch langsame, weiche, bedächtige Bewegungen. 

 

Die Geschichte des Shaolin Kempo 1 (www.egnoka.de)

Das Shaolin Kempo ist eine junge Kampfkunst, die im 20. Jahrhundert in Europa kreiert wurde, aber ebenfalls tiefe Wurzeln in den asiatischen Kempotraditionen hat. Der Stilbegründer des Shaolin Kempo ist Prinz Ganjuuryn Dshero Khan, mit bügerlichem Namen Tze-Gerard Karel Meijers. Er wurde am 28.08.1928 in Ulan-Buhar als offizieller Nachfolger des mongolischen Herrscherhauses geboren, wuchs aber elternlos in einem indonesischen Waisenhaus auf. Si Fu Meijers ist übrigens ein entfernter Nachfahre des Dshingis Khan. Als Kind erlernte er vom Mönch Tao-Tze die Bewegungslehre Qi-Gong. Er wurde von General Cornelius Meijers adoptiert, der ihm auch seinen heutigen Namen gab. Durch seinen Adoptivvater wuchs Dshero Khan die meiste Zeit in Militärlagern auf, wo er natürlich Kontakt mit Kampfsystemen bekam. Teile seiner Ausbildung erfuhr er im Kloster Hiap-Thien-Kiong durch den Mönch Tu Se Peng Tijing. Im Korea-Krieg lernte er darüber hinaus Tea Kwon Do kennen. Dshero Khan war für rund 15 Jahre direkter Schüler des Yamaguchi Gogen ("The Cat"), ein bedeutender Meister des Goju Ryu Karate Do, welches die spätere Entwicklung des heutigen, vor allem in Deutschland unterrichteten Shaolin Kempo am stärksten geprägt hat. Seit 1950 lebt Dshero Khan in Holland. Hier erst entwickelte er sein Shaolin Kempo. Er trug seine Kenntnisse aus den verschiedenen Kampfsystemen zusammen und brachte sie in eine für Europäer verständliche Form. Er nahm für die Techniken Begriffe aus der japanischen Sprache, da diese für die westliche Welt leichter verständlich sind und weil zu diesem Zeitpunkt die japanischen Stile bereits eine größere Verbreitung hatten, als die chinesischen. Er schuf damit den Vorteil, dass sich der Kempo-Ka (Kempo-Lernende) einfacher mit anderen Kampfkünstlern austauschen konnten. Dshero Khan unterichtete in den 60er und 70er Jahren unter anderem die CIA, die Fremdenlegion, die deutsche Polizei und die GSG 9.
Von Holland aus kam das System auch nach Deutschland. Hier ist Shaolin Kempo mittlerweile etabliert und seit 1975 in verschiedenen großen Dachverbänden (Deutscher Judo Bund, Deutscher Karate Bund u. a.) organisiert. 


Die Geschichte des Shaolin Kempo 2 (http://www.chen-tao-kwoon.com)

Das Chan Shaolim Si wurde wurde in Europa von dem in den Niederlanden lebenden Prof. Dr. Sifu Tse Dschero Khan Chen Tao Tse , durch die Annahme der niederländischen Staatsbürgerschaft Gerald Karel Meijers, eingeführt. Sifu Tse wurde am 28.August 1928 un Ulan Buhar (Mongolei) als Prinz Ganjuuryn Dschero Khan im Adels-geschlecht der Bordschiggin geboren. Seine Ahnenreihe geht bis auf den legendären Dschingis Khan zurück. Seine Abstammung wurde im Jahre 1991 von der mongolischen Regierung bestätigt und anerkannt. Er darf sich seit dem "Berater der Regierung" nennen. Er lebte in seiner Jugend in verschiedenen Klöstern und studierte die Kampf- und Kriegskünste China's, in Shaolin erlernte er bei dem Mönch Tao Tse Qi Gong, im Hsi Lin Tempel studierte er die chinesischen Klassiker und die traditionelle chinesische Medizin, im Kloster Hiap Thien Kiong die Kampfkünste Chüan Su und Wu Tang bis zur Meisterschaft. Sifu Tse wurde als Jugendlicher von dem holländischen General Cornelius Meijers adoptiert und lebte in den unterschiedlichsten Garnisonen der Stationierung seines Adoptivvaters. Er kam dort mit den verschiedensten Kampfkünsten in Berührung und konnte so die vielfältigen Prinzipien studieren. Besonders intensiv betrieb er zu dieser Zeit Goju Ryu und Kyo Kushinkai. Im Koreakrieg erlernte er Pochi und Taek Won Do. Nach Schätzungen erwarb Sifu Tse über 200 Lehrer- und Meistergrade in den Kampfkünsten der Welt. In den 50er Jahren kamen die beiden Indochina-Verteranen Sifu Tse und dem schon 1974 verstorbene Kun-Tao Meister Carl Faulhaber nach Holland zurück und begründeten das Shaolin Kempo. Sifu Tse entwickelte das Chan Shaolim Si, das Dju-Su und das Kong Soo Tao.
Das Studium des Chan Shaolim Si setzt sich in erster Linie während der ersten Jahre aus den statischen Prinzipien, der Grund- oder auch Laufschule, den Formen, Hauptform ist der Drachenstil, den Partnerübungen, Pokkets und dem Dju Su, der Selbstverteidigung zusammen. Der Begriff Chan Shaolim Si entstand am Ende der 70er Jahre, vorher wurde andere Formulierungen wie Wu-Chu, Shadlim Si, Shaolin Kung-Fu oder Nord Shaolin verwendet. Der wohl treffenste Name ist nach wie vor Drachenstil, in den meisten Englischsprachigen Publikationen wird auch heute der Begriff Dragon-Style benutzt. 

Bei der Beschreibung und dem geschichtlichen Werdegang von Shaolin Kempo bemächtigen wir uns auszugsweise dreier Texte anderer Internetseiten (siehe Quellenangabe). Sollte hiermit jemand nicht einverstanden sein, bitten wir um eine kurze Information und wir werden dann selbstverständlich den entsprechenden Beitrag wieder entfernen.

Dju-Ssu

Eine kurze Erklärung (www.chuanfa.de)

Die Entstehung des Dju Su ist untrennbar mit der Geschichte des Shaolin Kempo verbunden. Der berühmte Meisterboxer Yen, der unter dem Mönchsnamen Chueh Yuan das Kempo und den Ruf der Shaolin Mönche im Mittelalter geprägt hat, war auch ein Meister der alten chinesischen Selbstverteidigung. Sie bildet die Grundlage des Dju Su, wie wir es heute kennen.
Eng verwand hierzu ist das japanische Jiu Jitsu (die sanfte Kunst), die im gleichen Zeitraum in Japan entstand. Diese beiden Selbstverteidigungsformen wurden entwickelt, um sich gegen einen u.U. auch bewaffneten Gegner erfolgreich zu verteidigen. Dju Su arbeitet daher ohne Kampfstellungen oder Formen (Katas). Wichtig ist es vielmehr, ein Gespür für die Situation und den bevorstehenden Angriff zu entwickeln. Dann folgt das schnelle Ausweichen und eine Kontertechnik, die innerhalb von kürzester Zeit den Gegner Kampfunfähig macht, um ggf. gegen einen weiteren Gegner kämpfen zu können. 

Für die Hintergrundinformationen zu Dju-Su haben wir uns an den Text der Kempo-Gruppe des Sportvereins Solingen-Süd 1909 e.V. "Shaolin Kempo Chuan Fa" gehalten. Sollte hiermit jemand nicht einverstanden sein, bitten wir um eine kurze Information und werden dann selbstverständlich den entsprechenden Beitrag wieder entfernen. 

Chinesische Gymnastik

Zu unserem normalen Training bieten wir Kurse in chinesischen Gymnastik an. Dabei konzentrieren wir uns auf die Stärkung und den Einklang von Körper und Geist nach dem Vorbild der chinesischen Bewegungslehre angepasst an die westliche Lebensweise. Sowohl Streßabbau als auch die körperliche Fittness für jedermann stehen dabei an erster Stelle. Bei reger Nachfrage finden diese Sonntags von 10:00 bis 11:00 Uhr unter Anleitung einer unserer Trainer statt. Der nächste Kurstermin sowie die Dauer und Kursgebühr wird rechtzeitig auf unserer Homepage bekannt gegeben. Für Fragen stehen wir gerne sowohl telefonisch als auch per eMail zur Verfügung.

Mit asiatischer Gymnastik einer Mischung aus traditionellen Bewegungsabläufen des „Shaolin Kempo", Yoga und weiteren Vitalübungen werden die Muskeln auf sanfte Art gekräftigt. Diese Kombination bringt Lebensenergie, die sanft aufgebaut wird und den Ärger, Stress und Anspannungen des Alltags löst.

Das modern und zeitgemäß konzipierte Trainingskonzept mit den jahrhundertealten, bewährten und funktionalen Übungen, ist eine Folge von sorgfältig ausgeführten und fließenden Bewegungen, die für Kursteilnehmer einfach und nachvollziehbar ineinander übergehen (Mehrstufen Model). Sie basieren auf der Hannonisierung der scheinbaren Gegensätze Yin und Yang wie Ruhe/Bewegung, Belastung/Entlastung. Diese Übungen kräftigen nicht nur die Muskulatur, sie machen auch beweglich und Verspannungen lösen sich.

Durch die Ausübung erfährt man eine ausgleichende, kräftigende und gesundheitsfördernde Wirkung die gleichzeitig auch Rückenproblemen entgegenwirkt. Auch die durch den Berufsalltag bedingten Fehlhaltungen und Haltungsschäden können verbessert werden.